Android Apps entwickeln

Ich habe in letzter Zeit ein paar Erfahrungen mit Androidprogrammierung gemacht. Das Programmieren für Android macht mir tatsächlich auch oftmals Spaß, ich habe aber einige Probleme, die ich hier mal niederschreiben möchte und auch ein bisschen fragen möchte.

Was mich stört

Fragwürdig finde ich die viel zu überladene Entwicklungsumgebung Android Studio.
Nicht nur, dass sie einige Minuten zum starten benötigt, nein ich habe ein Problem mit dem handling.
Ich weiß die wichtigsten Sachen, wo ist build & run beispielsweise. Aber es verwirrt mich vieles und viele Optionen sind meiner Meinung nach unnötig. Ich möchte eine IDE, die baukastenartig ist. Plugins dazuinstallieren wäre so eine Sache, die mich freuen würde, wenn dadurch die Basisumgebung mehr lightweight wäre (Ich schwärme immer noch von VIM, jaja).
Was mich grundsätzlich stört – und daran ist Android Studio gar nicht schuld – sind Design und flexible Größen von Buttons/Text. Ist natürlich logisch, dass Design immer ein bisschen frikelig ist, da muss man einfach ein Händchen und die Geduld für haben. Ich denke ich bekomme das hin, bin aber nicht der größte Fan davon.

Was ich mag

Ich mag lustigerweise etwas, was ich eben noch als Verbesserung/Änderung gewünscht hatte – ein Baukasten-Prinzip. Genau das ermöglicht Android Studio mit den Activities. Activities stellen dabei sozusagen immer eine neue Ebene dar. Wenn man bei einem Spiel zuerst in einem Hauptmenü landet, dann ist das eine Activity. Drückt man dann auf Spiel starten o.ä. wird eine neue Activity gestartet. Man kann Activities aber auch „verbinden“, indem man dem Konstruktor der neuen Activity bestimmte Attribute übergibt. Das mag ich und finde es für eine gute Lösung.
Dann gibt es noch das Feature, dass man Dinge nicht nur in der XML Datei editieren, sondern sie auch per Maus verändern kann. Das geht über den sogenannten Design Reiter, mit dem man das Ergebnis auch zusätzlich sehen kann. Ich kann mich nur wiederholen: Mag ich.
Das in Java entwickelt wird stellt für mich kein Problem dar, ich finde es sogar gut. Java ist eine einfache Sprache und ich programmiere nun schon länger darin. Länger als ich diesen Blog betreibe. Außerdem mag ich, wie Java Klassen und Objektorientierung managed. Aber das mal wann anders.
Was ich mag ist, dass mit ADB unterstützt wird sein Smartphone direkt zum testen verwenden zu können – und das wirklich schnell und unkompliziert. Kabel dran, mit dem PC verbinden, USB-Debugging aktivieren, Projekt in Android Studio starten – works. Außerdem finde ich das Feature von den virtuellen Maschinen toll. Ich habe ein Nexus 5 (?) als virtuelle Maschine laufen und darauf teste ich dann. Läuft schnell und unkompliziert. Und wieder mal: mag ich.
Tatsächlich wird es einem in Sachen Design einfacher gemacht, indem Layouts bereitgestellt werden, wie einzelne Elemente wo platziert werden sollen. Mir als Designlegastheniker nimmt das echt nen Spaten Arbeit ab. Zentrieren, flexible Größen, alles kein Problem. Besser als alles mit CSS zu stylen. Been there, done that.
Kurz zum look and feel vom editieren des Sourcecodes: Die Autokompletierung gefällt mir sehr, das Theme lässt sich hell und dunkel färben, es zeigt Fehler im Code an – alles was eine IDE von 2018 so tun können sollte um benutzbar zu sein also.

Abschließend kann man sagen, dass Android Studio wirklich eine gut geeignete IDE fürs Apps entwickeln ist. Auf meinem Thinkpad x201 ist das sicherlich keinen Versuch wert, man benötigt tatsächlich ein bisschen Feuer unter der Haube um das ganze zu stemmen. Ich bin eigentlich kein Fan von solchen Entwicklungsumgebungen, aber hier wird wirklich was für die Leistung geboten.
Was sind denn so eure Erfahrungen mit Android bzw Android Studio? Schreibt das gerne auch in die Kommentare!

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